Verhaltensregeln für Touristen in Ägypten und Erklärung von Verhalten der Ägypter

Einladungen mindestens dreimal hartnäckig ablehnen, denn Höflichkeit und Gastfreundschaft sind Tugenden, die der Ägypter bis zur Selbstaufgabe pflegt. Bevor man eine Einladung annimmt, sollte man sicher sein, dass es die finanziellen Verhältnisse seines Gastgebers nicht überfordert. Bei westlich orientierten Ägyptern, die unsere Traditionen kennen, ist das etwas anderes. Insgesamt sollte man Einladungen mit Fingerspitzengefühl angehen.

Bei Einladungen zum Essen wird der Teller in der Regel randvoll beladen. Man sollte alles versuchen, egal wie es aussieht oder wie es schmeckt. Den Teller nur leer essen, wenn man noch hunger hat.

Aufgeschlossen sein. Oft hilft ein Lächeln weiter, auch in schwierigen Situationen.

Adäquat gekleidet sein: „Wenn Urlauber ins Ausland reisen, sollten sie ihre guten Sitten und ihren Anstand mit einpacken“ (Egyptian Mail). Als Frau weite Kleidung, Schultern bedeckend und lange Hosen oder Röcke. Auch Männer sollten ausser am Strand keine kurzen Hosen und zumindest ein T-Shirt tragen.

Religiöses Verhalten respektieren. Moscheen sind grundsätzlich ohne Schuhe und in angemessener Kleidung zu betreten.

Auch wenn man sich selbst keiner Konfession zugehörig fühlt, sollte man Fragen nach der Religion so beantworten, als würde man einer Kirche zugehören, da man sonst den anderen in Verlegenheit bringt.

Fastenzeit Ramadan respektieren und tagsüber in der Öffentlichkeit Essen, Trinken und Rauchen unterlassen.

Kein Alkohol in der Öffentlichkeit trinken. Ausgenommen in Lokalen, wo der Alkoholgenuss erlaubt ist.

Drogen aller Art sind in Ägypten streng verboten! Drogenvergehen fallen unter Schwerverbrechen und können per Todesstrafe geahndet werden.

Keine Liebesbezeugungen in der Öffentlichkeit.

Am Postamt, Bahnhof oder bei Veranstaltungen stehen Männer und Frauen oft getrennt.

Sobald man Menschen fotografiert, vorher um Erlaubnis fragen.

Nicht zu viel Begeisterung zeigen, da einfache Leute oft ncoh den „bösen Blick“ fürchten.

Fusssolen sind unrein. Man sollte es tunlichst vermeiden irgendwo mit lässig auf dem Tisch liegenden Füssen rumzulümmeln. Das ist eine schwere Beleidigung. Amerikaner sollen deswegen schon diverse Geschäfte verloren haben.

Nicht Schnorren. Wir sind finanziell wesentlich besser gestellt als die meisten Ägypter und sollten uns daher nicht auf Kosten eines viel ärmeren Volkes durchfressen.

Handeln und Feilschen ist auf Märkten grundsätzlich üblich, wenn keine Preisschilder aushängen. Die Spannen sind ganz unterschiedlich.

Gastgeschenke werden belanglos abgelegt. Geeignet sind Geschenke für die Kinder (Kugelschreiber, Luftballons, Malstifte, Spielzeug), Postkarten oder Bilder mit typisch deutscher Landschaft oder einer Fussballmannschaft, T-Shirts, Parfum, Creme, Schokolade (keine Alkoholfüllung!), Gebäck oder Feuerzeuge.

Ägypter freuen sich stets, wenn man ihnen ein paar Bilder von seiner Familie und seinem Zuhause zeigt.

Trinkgelder sollten nicht zu hoch sein und nur für entgegengebrachte Leistung gezahlt werden. Allerdings sollte man respektieren, dass es Dienstleistungen gibt, die bei uns ungewöhnlich sind, ohne die aber viele Ägypter keine Chance hätten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

 

 

 

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