Die Schule in Moytamadea
Die staatlich anerkannte Privatschule des Selbsthilfeprojektes von Schwester Maria Theresia Grabis wurde 1981 eröffnet.
Die Schule steht allen Kindern des Müllviertels offen. Für den Unterricht bezahlen die Eltern, soweit es ihnen möglich ist, ein jährliches Schulgeld. Für die über 400 Kinder der durchweg gemischten Klassen beträgt die Schulzeit 7 Jahre. Jungen wie Mädchen, Kopten wie Muslime, werden zusammen unterrichtet, um sie zu einem toleranten Verhalten zu erziehen und Vorurteile gegenüber anderen Religionen abzubauen. Lediglich der Religionsunterricht findet getrennt statt. Durch einen Schulabschluß steigen die Chancen für die jungen Menschen, eine Ausbildungs,- oder Arbeitsstelle zu bekommen, die außerhalb des Müllviertels Moytamadea ansonsten sehr schwierig zu finden ist.
Der Staat verlangt eine Schuluniform, was den Vorteil mit sich bringt, Standesunterschiede über die Kleidung zu kaschieren; mithin sind für die Schule alle Kinder gleich! In dieser Schule, die aus Grund- und Hauptschule besteht, werden die Lehrerinnen und Lehrer besser bezahlt als andere Lehrkräfte an staatlichen Schulen, um teure Nachhilfestunden überflüssig werden zu lassen.
Aufgrund der laufend steigenden Schülerzahl war ein Neubau überfällig, der im Sommer 1995, durch viele Spenden ermöglicht, eingeweiht werden konnte. Dort wurde auch an einen Kindergarten gedacht, den nach ägyptischem Recht alle Kinder besuchen müssen, die später zur Schule wollen.