Schwester Marias
Müllstadtprojekt Moytamadea
Schwester Maria lebt seit über 25 Jahren in Kairo. Sie hat mit Menschen aus der Müllstadt Moytamadea ein
Selbsthilfeprojekt aufgebaut. Ihr Ziel ist es, durch solche Projekte den Menschen dabei zu helfen, ihre Armut, ihren Analphabetismus und ihr Mißtrauen zu überwinden. Im Mittelpunkt steht die Hilfe zur Selbsthilfe.
In Moytamadea startete sie Anfang der 80er Jahre Mit einer Nähschule und Alphabetisierungskurse für Frauen und Mädchen. Mit den Zabalins baute Schwester Maria dann kleine Holzbaracken. Daraus entwickelte sich die Straße "Mari Grabis" mit vielen gemauerten Häusern, einer Nähschule, verschiedene Werkstätten, einer Schule und einem Kindergarten. Diese Einrichtungen stehen allen Bewohnern des Viertels zur Verfügung.
In diesem Projekt, das in Form einer Kooperative organisiert ist, leben und arbeiten Kopten und Muslime zusammen. In einem verständnisvollen Miteinander bewältigen sie ihr Leben im Müll.
Schwester Maria Grabis:
- Sie wurde 1927 in Schlesien in der Nähe von Breslau geboren. Wie ihre beiden Geschwister trat sie ins Kloster ein und widmete sich der Sozialarbeit.
- Seit 1950 ist Schwester Maria im Ausland, u.a. verbrachte sie neun Jahre in Rom und drei Jahre in Jordanien.
- Seit 1966 lebt und wirkt sie in Ägypten:
- 1966 - 1969: Nähschule und Stickarbeiten bei einer Schwesterngruppe in Aklmin (bei Sohag)
- Seit 1969: in Kairo: Näh- und Haushaltszentren für Analphabetinnen in Alt-Kairo, Garden City, Agouza und Fagallah.
- Seit 1979: Aufbauarbeit in den Mülldeponien von Esbeth el Nakhl und Moytamadea