"Islam" bedeutet "Hingabe zu Gott". Mohammed begriff sich als letzter Gesandter Gottes - nach Abraham, Moses und Jesus. Ihm hatte sich der Erzengel Gabriel in der Wüste nahe Mekka offenbart. Erst als die Botschaft von Juden und Christen nicht anerkannt wurde, spaltete sich der Islam als eigenständige Religion ab. Nach dem Tod Mohammeds im Jahre 632 breitete sich der Islam schnell über die arabische Halbinsel aus. 640 eroberte der Feldherr Amr Ibn el As das christliche Ägypten, das allmählich zu einem islamischen Land wurde.
Grundlage von Mohammeds Lehre ist der Glaube an den einen und barmherzigen Gott, der den Menschen, die Erde und das Universum geschaffen hat und für all seine Geschöpfe selbst sorgt. Die Gläubigen, die ihm gehorsam sind, werden am Tag des "Jüngsten Gerichts" belohnt, die Ungläubigen bestraft. Die wichtigste religiöse Pflicht eines jeden Muslims bestehen in den sogenannten 5 Säulen des Islam: das Glaubensbekenntnis, das Gebet, das Fasten, das Almosen geben und die Wallfahrt nach Mekka. In Ägypten sagt man: Der Betende befinde sich in der Hand Gottes.
Fundamentalismus ist nicht gleichbedeutend mit dem Islam. Gerade unter den ägyptischen Muslimen werden hierüber ernsthafte Diskussionen geführt. Die überwiegende Mehrheit der Ägypter fühlt sich sicher nicht durch die Fundamentalisten vertreten, sondern schämt sich für die Gewalttaten an den Touristen in jüngster Zeit. Auch der Begriff Djihad (oder Dschihad) wird in der heutigen Zeit anders gedeutet als ursprünglich.
SURE 1 - das islamische "Vater unser": (aus dem Koranl)Im Namen Gottes, des sich Erbarmenden, des Barmherzigen. Preis sei Gott, dem Herrn der Welten, dem sich Erbarmenden, dem Barmherzigen, dem Herrscher am Tage des Gerichtes. Dir allein dienen wir und Dich allein bitten wir um Beistand. Führe uns den geraden Weg, den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, die nicht Deinem Zorn verfallen sind, und die nicht irregehen.